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07. Mai 2020
Augenblick - Gesichter einer Stadt

"FREI - LUFT - GALERIE"

Ein Kunstprojekt für und mit den Bürgern der Stadt
Freiluft
© arthaus:nowodworski
Ein Künstlerquartett der Stadt Unna/NRW durchbricht das Vakuum der vergangenen Wochen und bringt mit seiner Idee neues Leben und die Bildende Kunst zurück in die Öffentlichkeit. Im Rahmen der Lockerungsmaßnahmen von Covid 19 besteht seit dem 27. April diesen Jahres Maskenpflicht. Die Künstlergruppe greift dieses Thema für sich auf und entwickelt daraus ein Kunstprojekt für den öffentlichen Raum.
Sabine-HannaH Johr, ihr Genre Malerei und Plastik, Jutta Hellweg bekannt für ihre Graphiken und Malereien und Frauke und Dietmar Nowodworski, deren künstlerische Werke Kinetische Skulpturen und Rauminstallationen sind.

Gemeinsam entscheiden sie sich für die Ausdrucksform der klassischen schwarz/weiß Fotografie. Bedingt durch die Corona Pandemie befinden wir uns in einer kulturarmen Zeit. Besonders die Bildende Kunst ist quasi zum Erliegen gekommen. Auch die Kulturszene muss wie alle anderen Branchen neue kreative Lösungen finden.

So entsteht die Idee der "FREI - LUFT - GALERIE", ein Kunstprojekt für und mit den Bürgern der Stadt Unna /NRW. Durch den Maskenzwang hat sich die Begegnung und Wahrnehmung der Menschen verändert. Vorwiegend erfolgt die Kommunikation heute durch Blickkontakt, aber um sich zu verständigen, schaut man seinem Gegenüber in die Augen. "Wir möchten wieder Leben in die Stadt bringen und gleichzeitig die Bürger direkt mit einbeziehen", so die vier Künstler.

Sie sprachen Passanten an, sowie auch bekannte Gesichter der Stadt, Menschen jeglicher Couleur, ob sie sich für dieses Projekt mit Maske fotografieren ließen. Später sollen die über 40 Fotos in schwarz/weiß mit farbiger Maske im öffentlichen Raum ausgestellt werden. Alle ließen sich von dieser Idee begeistern und stimmten zu, ein Teil dieses Gesamtkunstwerkes zu sein. So wie die Luft zum Atmen, sind auch Kunst und Kultur ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft und wichtig für die Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation. Ferner wirft es die Frage auf, empfinden wir das "Jetzt " als Disaster, oder als "Augenblick" einer Chance des Umdenkens und Neubeginns?

Die Hängung der Portraits beginnt bereits am Donnerstag, 7.Mai und wird in den darauffolgenden Tagen vervollständigt. Die Bilder werden bis einschließlich 20. Juni 2020 im Zentrum von Unna zu sehen sein. Sie sollen Bauzäune, Durchgänge und Passagen interessant gestalten und beleben. Ferner entsteht eine Identifikationsmöglichkeit für Bürger und Anwohner, mit gleichzeitigem Wiedererkennungseffekt. Durch äußere Umstände haben wir gewissermaßen aufgezwungen plötzlich mehr Zeit.

Es ist eine Art "soziale Zeit", für Dinge, für die wir uns vor Corona kaum Raum gelassen haben. Die FREI-LUFT-GALERIE soll zum Verweilen einladen, zum Wahrnehmen und zum Nachdenken über diese surreale Phase, die wir gerade durchleben. Welche Spuren wird diese Krise bei uns hinterlassen ?

Gedanken des Künstlerquartetts zu seinem Projekt: "Wir haben nur einen Augenblick eingefangen, eine Momentaufnahme unserer bizarren Zeit, mit einem ungewissen Morgen und einer ungewissen Zukunft ... "
Dieses Projekt wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Kulturbereich der Stadt Unna, den Stadtwerken Unna sowie den Bürgern
  • innen der Stadt Unna.



    (Pressemitteilung der Kreisstadt Unna)