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Unna, 15. September 2019

Abschlussbericht zum Kulturentwicklungsprozess

Um die Kultur in Unna zukunftsweisend aufzustellen und weiterhin ein breites und qualitativ hochwertiges Kulturangebot anbieten zu können, hat der Rat der Kreisstadt einen Kulturentwicklungsprozess angestoßen. Nun liegt der Abschlussbericht des Kulturexperten Peter Landmann von der Kulturberatung TAKE PART vor, der in der öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses am Dienstag, 17. September 2019, vorgestellt wird. Dabei sind aus diesem breiten Beteiligungsprozess 13 Handlungsempfehlungen hervorgegangen.

Der Abschlussbericht empfiehlt unter anderem die Überführung des aktuellen Kulturentwicklungsprozess in einen stetigen Weiterentwicklungsprozess, sowie eine bessere Vernetzung und Kommunikation in die Öffentlichkeit. Es gelte Möglichkeiten für eine gemeinsame Präsentation der Vielfalt und Qualität der Unnaer Kulturlandschaft zu schaffen. Häufig seien die kulturellen Angebote in Unna nicht hinreichend bekannt, eine einheitliche Informationsfläche fehle.

In der Zukunftskonferenz herrschte große Übereinstimmung, dass die Kultur von und für Kinder und Jugendliche sowie die Förderung der „Jungen Szene“ besonders wichtige Zukunftsthemen seien. Denn in mancher Hinsicht seien gerade Angebote für Jugendliche ausbaufähig, obwohl in Unna einige herausragende Institutionen seit langer Zeit großartige und weit über die Stadtgrenzen hinaus anerkannte Arbeit leisten würden.

TAKE PART empfiehlt weiter, im Bereich der kulturellen Bildung ein kommunales Gesamtkonzept für Unna zu erarbeiten, ein entsprechendes ressortübergreifendes Netzwerk zu entwickeln und sich um eine entsprechende Förderung beim Land NRW zu bemühen.

Zu Beginn des Kulturentwicklungsprozesses erfolgte eine Bestandsaufnahme der bestehenden Kultureinrichtungen in Unna samt ihrer Angebote. Im Mittelpunkt des Beteiligungsprozesses stand die Zukunftskonferenz mit dem Titel „Zukunft Kultur in Unna“. Dabei haben über 100 Teilnehmende aus der Bürgerschaft, Vertreterinnen und Vertreter verschiedener kultureller Einrichtungen, der Wirtschaft, der Schulen, der Vereine Politik und Stiftungen sowie Kulturschaffende in Unna die Kernfragen bearbeitet wie „Was erwarten wir von der Kultur“, „Wie soll sich Kultur in Unna zukunftsweisend weiterentwickeln?“.

Anschließend haben Arbeitsgruppen vier Schwerpunktthemen näher bearbeitet. Hierfür haben sich die Arbeitsgruppen mehrfach getroffen und Ergebnispapiere verfasst, die Bestandteil des Abschlussberichtes sind und aus denen Empfehlungen zur Kulturentwicklung abgeleitet werden.

„Die aktive Mitarbeit dieser vielen Menschen ist ein Beleg für ein großes Interesse an der kulturellen Weiterentwicklung dieser Stadt“, sagt Unnas Beigeordnete Kerstin Heidler.

Der Abschlussbericht geht nun zur politischen Diskussion in den zuständigen Kulturausschuss. Die Entscheidung über die weitere Umsetzung obliegt nun der Politik.



(Pressemitteilung der Kreisstadt Unna)